I. Unser Leitbild

Das Pflegeheim Haus Johanna am Park ist ein Familienbetrieb. In unserem Haus leben √ľberwiegend Menschen mit Demenz. Wir haben in unserer Einrichtung ein Selbstverst√§ndnis von Pflege, das sich aus fachlicher Professionalit√§t und eigener Erfahrung im Umgang mit dementiell ver√§nderten Bewohnern herleitet.

Wir wollen,

jedem Bewohner mit Verständnis, Aufmerksamkeit und Zuwendung begegnen.

ihn so nehmen, wie er ist. Das schließt psychische Veränderungen bewusst mit ein.

jeden Bewohner als Individuum zu betrachten und ihm ein Leben wie zuhause ermöglichen.

Gemeinsam als Team die anstehenden Aufgaben bewältigen.

Das bedeutet f√ľr uns,

1. die individuellen Freiräume so groß wie möglich zu gestalten

2. die Bewohner in ihrem Alltag zu begleiten, den sie soweit wie möglich selber bestimmen.

3. die Selbstpflege und Bed√ľrfnisse der Bewohner soweit wie m√∂glich zu akzeptieren, ohne das es zur Verwahrlosung kommt.

4. in der Einrichtung professionelle Angebote zur Lebensgestaltung zu machen.

5. ein Umfeld zu gestalten, welches den speziellen Bed√ľrfnissen von dementiell ver√§nderten Bewohnern gerecht wird.

6. Die Bewohner sich umfassend entfalten zu lassen.

7. dem persönlichen Bezug zwischen Mitarbeitern und Bewohnern bei allen pflegerischen lebensgestaltenden Maßnahmen einen sehr hohen Stellenwert einzuräumen.

8. bei allen Tätigkeiten einen sehr hohen Wert auf die familiäre Gestaltung des Alltags zu legen.

9. Abl√§ufe des Alltages an den Bed√ľrfnissen der Bewohner zu orientieren.

10. auch Grenzen festzulegen. Diese Grenzen der eigenen Lebensgestaltung beginnen mit der Gefährdung der eigenen Person und der Gefährdung der anderen Bewohner, der eigenen Verwahrlosung, sowie mit der Verletzung der Grundregeln des gemeinschaftlichen Zusammenlebens, auch von Bewohnern und Pflegekräften.

II. Das Konzept der Einrichtung

Einf√ľhrung

Das Haus ‚ÄěJohanna am Park“ beherbergt 30 Bewohner mit √ľberwiegend  gerontopsychiatrischen Erkrankungen. Gerade f√ľr diese Zielgruppe der Betreuung und Pflege ist die Einrichtung zugeschnitten und bietet in vielerlei Hinsicht ideale Voraussetzungen.

Eine Voraussetzung ist die bauliche Beschaffenheit der Einrichtung. Dadurch dass alle R√§ume auf einer Etage sind, k√∂nnen die Bewohner das ganze Haus nutzen, ohne durch Treppen oder Aufz√ľge in ihrer Aktivit√§t gehindert zu werden.

Der ca. 6000 qm gro√üe Garten ums Haus, der √ľberdies noch mit einer Mauer von der Strasse abgetrennt ist, erm√∂glicht den Bewohnern ein ungehindertes Wohnen und eine unbeschr√§nkte Entfaltungsfreiheit auf dem ganzen Gel√§nde. Auf diesen baulichen Gegebenheiten aufbauend haben die Leitung und die Mitarbeiter der Einrichtung das Konzept entwickelt.

Gem√§√ü unserem Leitbild wollen wir den Bewohner mit seinem gerontopsychiatrischen Krankheitsbild so nehmen wie er ist. Das hei√üt f√ľr uns, wir wollen diesen Bewohnern in der Einrichtung ein Zuhause bieten, wo sie sich so frei wie irgend m√∂glich bewegen  und ihr Leben nach ihren Bed√ľrfnissen gestalten k√∂nnen. ‚ÄěMan landet im Alter wieder im Daheim-Gef√ľhl, bei seinem Ausgangspunkt, bei seinen Ritualen, bei seinen Intuitionen, bei seinen Pr√§gungen.“ (B√∂hm, Pflegemodell, 29).

Unser Ziel ist es, das Leben der Bewohner im Haus ‚ÄěJohanna am Park“ von seinen Potentialen her zu bestimmen, von den M√∂glichkeiten, die es bietet und den Angeboten, die das Haus den Bewohnern macht.

Dazu hat das Haus ein Qualit√§tsmanagement eingef√ľhrt und verpflichtet sich, gem√§√ü den in unserem Qualit√§tshandbuch festgelegten Prozessen zum Wohle der Bewohnerinnen und Bewohner zu arbeiten. N√§heres dazu siehe Kapitel: ‚ÄěQualit√§tspolitik und Qualit√§tsziele der Einrichtung“.

Die pflegetheoretische Grundlage unserer Arbeit ist f√ľr die somatisch dominierte Pflege das Modell von Krohwinkel, f√ľr die speziellen gerontopsychiatrischen Erscheinungsformen der Pflege unsere eigenen langj√§hrigen Erfahrungen, inspiriert von dem Modell des E. B√∂hm. Beide Pflegemodelle werden zu einem eigenen Konzept zusammengefasst.

Psychosoziales Betreuungskonzept

Den Menschen so nehmen wie er ist und ihm ein zu Hause geben

Wer mit gerontopsychiatrischen Bewohnern arbeitet, der wei√ü, dass bei einer solchen Einrichtung vieles anders ist, als in einem normalen Pflegeheim, wo √ľberwiegend somatisch pflegebed√ľrftige Bewohner wohnen. Dies gilt erst recht, wenn sich die Einrichtung, wie die hiesige, das Ziel gesetzt hat, das Selbstbestimmungsrecht der Bewohner an die oberste Stelle zu setzen. Der Bewohner soll sich in der Einrichtung mit all seinen W√ľnschen und Bed√ľrfnissen wie Zuhause f√ľhlen.

Das Wort ‚ÄěZuhause“ sagt schon viel √ľber das Konzept der Einrichtung aus. Johanna am Park ist weder ein ‚ÄěHotel“, noch sind die Bewohner ‚ÄěG√§ste“. G√§ste k√∂nnen sie schon insofern nicht sein, als sie selbst nicht die Entscheidung getroffen haben, in der Einrichtung zu leben. Vielmehr wurde diese f√ľr sie getroffen, entweder durch Angeh√∂rige, oder Betreuer und/oder √Ąrzte.

Johanna am Park möchte den Bewohnern in ihrem letzten Lebensabschnitt ein Zuhause sein, ein Ort sein, wo sie sich mit ihren veränderten Gewohnheiten entfalten können.

  • √ė Dazu geh√∂rt z.B. dass die Bewohner manchmal schreien, wenn ihnen danach ist.
  • √ė Dazu geh√∂rt, dass die Bewohner auch die Mitarbeiter beschimpfen, weil sie in ihnen vielleicht einen Angeh√∂rigen oder alten Bekannten zu erkennen glauben.
  • √ė Dazu geh√∂rt, dass die Bewohner nicht ‚Äěgestylt“ werden, wenn sie sich im Haus bewegen (ein Bewohner zieht z.B. regelm√§√üig zwei Paar Schuhe falsch herum an, oder ein Bewohner tr√§gt die Kleidung eines anderen).
  • √ė Dazu geh√∂rt, dass das Pflegepersonal nicht generell eingreift, wenn ein Bewohner ohne anzuklopfen in das Zimmer eines anderen geht.
  • √ė Dazu geh√∂rt, dass die Essgewohnheiten und Tischmanieren der Bewohner sich zum Teil erheblich von denen nicht erkrankter Menschen unterscheiden. Die Einrichtung stellt sich darauf ein. So gibt es im Haus keine Gl√§ser, sondern nur Kunststoffbecher, es gibt auch keine Tischdecken im Speisesaal. .
  • All das und noch vieles mehr geh√∂rt zum Alltag im Haus Johanna am Park. Ein Alltag freilich, der vielen Menschen, gerade auch den Angeh√∂rigen auf den ersten Blick fremd vorkommen mag. Es w√§re jedoch ein verfehlter Ansatz im Umgang mit den Bewohnern, sie zu einem ‚Äěsog. normalen Leben“ anleiten zu wollen. Diesen Menschen ein zu Hause zu bieten hei√üt nicht, sie √§ndern zu wollen. Sondern es bedeutet vielmehr, sie in ihren Eigenheiten anzunehmen, ihnen immer wieder gezielte Angebote der Lebensgestaltung zu machen und sie pflegerisch zu versorgen. Wir wollen und k√∂nnen diese Menschen nicht auf ein Lebenskonzept festlegen, dass unserer Rationalit√§t entspricht, ohne sie in ihrer Selbstbestimmung massiv einzuschr√§nken.

Das Pflege- und Betreuungskonzept des Hauses

Das Pflege- und Betreuungskonzept des Hauses Johanna am Park basiert auf folgenden Säulen:

  • Dem Pflegemodell nach Krohwinkel f√ľr den Bereich der somatisch orientierten Grund- und Behandlungspflege.
  • Der eigenen jahrzehntelangen Erfahrung der Hausleitung sowohl im Krankenhaus, als auch im Pflegeheimbereich.
  • Das Pflegemodell nach Krohwinkel ist f√ľr uns die Basis f√ľr die pflegerische Versorgung und Begleitung der Bewohner. Anhand der 13 AEDL’s werden die Grund- und behandlungspflegerischen Ma√ünahmen geplant und umgesetzt. Besonderer Wert wird dabei auf eine gr√∂√ütm√∂gliche Selbst√§ndigkeit bei der Verrichtung der 13 AEDL’s durch die Bewohner gelegt. Gerade bei Bewohnern mit Geronto-psychiatrischen Erkrankungen gibt es vielf√§ltige Ressourcen, die aktiviert werden k√∂nnen. Dies wird von allen Mitarbeiter/Innen des Hauses angestrebt.

Wobei auch hier der Grundsatz gilt ‚Äěden Bewohnern ein Leben wie Zuhause erm√∂glichen.“ Das bedeutet, dass wir von allen pflegerischen Ma√ünahmen absehen, die die Bewohner nicht bef√ľrworten und die auch nicht pflegerisch als notwendig erachtet werden. Die Bewohner im Haus Johanna am Park haben z.B. sehr unterschiedliche Selbstpflegegewohnheiten und die Pflegeplanung versucht diesem gerecht zu werden.

Anderseits steht nat√ľrlich au√üer Frage, dass die pflegerisch notwendigen Ma√ünahmen geplant und durchgef√ľhrt werden. Diese werden nach den 13 AEDL’s strukturiert, geplant, durchgef√ľhrt und dokumentiert. Damit ist gleichzeitig auch eine einheitliche Sichtweise aller Grund- und behandlungspflegerischen Ma√ünahmen gegeben. Diese erleichtert es, den Pflegeverlauf zu erfassen und etwaige √Ąnderungen des pflegerischen Zustandes schnell zu erkennen, der im √úbrigen auch durch den Pflegebericht nachvollziehbar ist.

Die Pflege im Haus ‚ÄěJohanna am Park“

Die Bewohner vom Haus Johanna am Park kommen in die Einrichtung meist in einem fortgeschrittenen Stadium der Demenz. Viele kommen auch von anderen Einrichtungen ins Haus, weil sie dort aufgrund ihrer starken Demenz nicht mehr adäquat betreut werden konnten. Manche zeigen dabei erhebliche Verhaltensauffälligkeiten, die dann aufgrund der speziellen strukturellen Gegebenheiten des Hauses langsam abgebaut werden können (z.B.: Unruhezustände, gesteigerter Bewegungsdrang).

Dabei ist der biographische Hintergrund der Bewohner sehr unterschiedlich. Bei den meisten Bewohnern ist es schwierig, √ľberhaupt etwas √ľber den biographischen Hintergrund zu erfahren. Das liegt zum einen daran, dass die Bewohner selbst in der Regel nicht mehr in der Lage sind, Auskunft √ľber ihr Leben zu geben. Zum anderen sind auch manche Angeh√∂rigen entweder nicht dazu in der Lage, kompetent Auskunft √ľber gerade kindliche Entwicklungen zu geben oder die Bewohner kommen in die Einrichtung, ohne das direkte Angeh√∂rige greifbar sind. Dies gilt besonders f√ľr Informationen √ľber das Leben der Bewohner in ihren ersten zwanzig Lebensjahren.

Wenn ein neuer Bewohner kommt, wird eine Pflegekraft im Sinne eines Paten bestimmt, die sich gerade in der ersten Zeit intensiv um den neuen Bewohner k√ľmmert. Anhand einer vom Haus entwickelten Checkliste werden wichtige organisatorische Fragen gekl√§rt. Zusammen mit den Angeh√∂rigen, soweit vorhanden, werden der hauseigene Biographiebogen und die Pflegeproblemsammlung besprochen und ausgef√§llt. Ebenfalls werden in den ersten Tagen die neuen Bewohner intensiv beobachtet, um so die notwendigen Informationen f√ľr eine professionelle Pflegeplanung zu erhalten. Weitere wichtige Informationsquellen wie Arztberichte werden mit hinzu gezogen.

Im Anschluss wird eine 24 Stunden Pflegeplanung erstellt. Diese umfasst sowohl die Grund- (incl. Bradenskala) und Behandlungspflege als auch die Bereiche Kommunikation, Orientierung und Bewegung. Zusätzlich werden alle Bewohner nach der Cohen-Mansfield-Skala in Blick auf ihre Demenz eingestuft. Spezifische Verhaltensauffälligkeiten gerade von dementen Menschen werden so zeitnah und umfassend ermittelt.

Ziel der Pflegeplanung ist es, dem Bewohner ein Umfeld zu erm√∂glichen, dass er ein ‚ÄěDaheim – Gef√ľhl“ entwickeln kann. Gem√§√ü unserem Motto, den Bewohnern ein ‚ÄěLeben wie Zuhause“ zu erm√∂glichen. Dies bedeutet f√ľr die Planung, Verhaltensauff√§lligkeiten zu kennen und wenn m√∂glich zu akzeptieren, die Grund pflege so zu gestalten, dass sie den Selbstpflegebed√ľrfnissen der Bewohner entspricht. Der Alltag wird so gestaltet, dass die Bewohner sich m√∂glichst selbst√§ndig bewegen k√∂nnen.

Hat sich die 24 Stunden Pflegeplanung bew√§hrt und sind zus√§tzliche Informationen gesammelt worden, wird eine Pflegeplanung entwickelt, die drei Monate G√ľltigkeit hat. Nach drei Monaten wird jede Pflegeplanung neu erstellt. Sollte sich in der Pflege kurzfristig Ver√§nderungen ergeben, werde diese sofort in die Planung eingearbeitet. In diese Planung werden auch tagesgestaltende Aktivit√§ten aufgenommen.

Generell wird bei jedem neuen Bewohner Wert auf die Gestaltung des pers√∂nlichen Umfeldes geachtet. Dabei soll das Umfeld soweit wie m√∂glich den Bed√ľrfnissen des Bewohners entsprechen. Ziel ist auch, ein ‚ÄěDaheim-Gef√ľhl“ der Bewohner zu erleichtern.

Deshalb ist es erw√ľnscht, das der Bewohner von Zuhause seine M√∂bel bzw. Gegenst√§nde, die er nicht missen m√∂chte, mit in sein neues Zuhause bringt. Auch m√∂chten wir gerne, dass Familienfotos aufgeh√§ngt werden.

 

Nur ein Mensch, der sich wohl f√ľhlt und Vertrauen erf√§hrt, kann seine k√∂rperlichen F√§higkeiten verbessern.

 

Die Dokumentation erfolgt nach einem System, dass von den Betreibern der Einrichtung selbst entwickelt wurde, um den speziellen Anforderungen der, zu einem hohen Anteil gerontopsychiatrisch erkrankten Heimbewohnern gerecht zu werden. Hier werden alle Leistungen, die unser Personal f√ľr die Bewohner erbringt, bewohnerbezogen geplant, notiert und dokumentiert. Hier werden auch alle Ereignisse, die aus dem "Alltag" der Bewohner herausragen, f√ľr Planungen und zur Information der √ľbrigen Mitarbeiter notiert.

Um dem Leitbild der Einrichtung gerecht zu werden, werden bezugspflegerische Elemente systematisch in die Pflegeablauforganisation aufgenommen. So hat jeder Mitarbeiter seine festen Bewohner. Jedoch wird auch ein regelmäßiger Wechsel der Bewohner angestrebt, damit alle Mitarbeiter alle Bewohner kennen und eine professionelle Versorgung auch bei unvorhergesehenen Ausfällen gewährleistet ist.

Psychosoziale Betreuung:

Das Haus Johanna am Park bietet regelm√§√üig auf der Grundlage der individuelle Pflegeplanung lebensgestaltende Angebote f√ľr die Bewohner an. Aufgrund der spezifischen Krankheitsbilder sind Angebote traditioneller Art kaum bis gar nicht m√∂glich.

F√ľnf Mal pro Woche bieten wir therapeutisches Training (z.B. N√§hen, Umgang mit Musikinstrumenten, aktuelle Vorkommnisse aus der z.B. Presse u.a.) an. Auch bei den lebensgestaltenden Angeboten gilt das Motto ‚ÄěLeben wie Zuhause“. D.h. es wird versucht, den Bewohnern solche Angebote zu machen, die ihr ‚ÄěDaheim-Gef√ľhl“ st√§rken. Dazu kann die Mitarbeit im Haus (bei kleinen Hausmeisterdiensten)geh√∂ren, die Mitarbeit im Garten, das gemeinsame Kochen und vieles andere geh√∂ren, was praktisch in einem Haus notwendig zu tun ist.

Daneben werden solche Angebote gemacht, die Erinnerungen und Erfahrungen aus der fr√ľhen Lebensphase reaktivieren helfen. Dazu geh√∂ren alte Filme, alte Spiele (wie ‚ÄěMensch √§rgere dich nicht“), aber auch der Umgang mit Tieren. Gerade hier entwickelt die Einrichtung ein Konzept, das systematisch den Umgang mit Tieren durch die Einrichtung eines Streichelzoos in der Gartenanlage des Hauses f√∂rdern soll.

Auch Angebote aus der ‚ÄěAromatherapie“ haben sich bew√§hrt, da der Geruchssinn dementer Menschen oft verst√§rkt ist.

Daneben werden auch Highlights angeboten, die von den Bewohnern gerne wahrgenommen werden, wie z.B. Ausfl√ľge, Feste etc.

Ein Leben ‚Äěwie Zuhause“ zu f√ľhren und als Einrichtung anzubieten, hei√üt freilich auch, Konflikte auszutragen und notwendige Grenzen zu bestimmen. Gerade wenn die Freir√§ume der Bewohner so gro√ü wie m√∂glich gestaltet werden, sind Grenzen des Zusammenlebens notwendig. Deshalb hat das Haus Johanna am Park Grenzen der Selbstbestimmung gesetzt, die in der Einrichtung konsequent vertreten werden. Diese sollen im Folgenden n√§her erl√§utert werden.

Selbstgefährdung und Gefährdung anderer

Eine Grenze ist dann gegeben, wenn der Bewohner sich selbst oder andere gef√§hrdet. Dann m√ľssen wir z.b. mit H√ľftschutz-Protektoren handeln. Es kann jedoch nicht das Ziel dieser Grenzziehung sein, alle Gef√§hrdungspotentiale f√ľr die Bewohner auszuschalten. Jeder Mensch, auch der Demente, darf einen Unfall haben. Vom Prinzip her besteht kein Unterschied, ob ein gesunder Mensch sich beim Skifahren das Bein bricht, oder ein Mensch mit Demenz bei Spazieren im Park. Es kann deshalb wie im normalen Leben auch, um eine Minimierung der Gef√§hrdungspotentiale f√ľr Bewohner gehen. . Ein Ausschalten von Gef√§hrdungspotentialen w√ľrde die Selbstbestimmung der dementen Bewohner in einem Ma√üe einschr√§nken, wie es mit unserem Konzept oder mit geltendem Recht (Freiheitsberaubung ist strafbar – auch bei dementiell Erkrankten) nicht vereinbar ist. Es gibt deshalb keine Sedierung oder Fixierung nur zum eigenen Schutz des Bewohners.

Eine “ Fixierung ” wie zum Beispiel eine Sitzhose wird nur dann angewandt, wenn ein Bewohner nicht das Gleichgewicht im Rollstuhl halten kann und deshalb nicht am Leben der anderen Bewohner teilnehmen kann. Dann wird eine Sitzhose beantragt, damit er sich im Rollstuhl in der Einrichtung bewegen kann. Wenn die Gefahr gesteht, dass ein Bewohner des Nachts aus dem Bett st√ľrzt, wird das Bett ganz niedrig gestellt und eine Matratze auf den Boden davor gelegt, damit der Bewohner sich nicht verletzt. Oder das Bett wird ganz entfernt und ein “Pflegenest” eingerichtet. Ein Bettgitter wird nur dann angebracht, wenn der Bewohner sich nicht mehr alleine im Bett bewegen kann und die Gefahr des Herausfallens besteht.. 

Verwahrlosung

Auch die Verwahrlosung der eigenen Person des Bewohners ist eine Grenze, wo das pflegerische Personal aktiv eingreifen muss und unter Umst√§nden auch die Selbstbestimmung des Bewohners nicht hinreichend beachten kann. Beispiele sind Verkotung, Inkontinenz oder auch Ungeziefer, wie L√§use, Fl√∂he etc. Unter Verwahrlosung verstehen wir jedoch nicht, wenn sich Bewohner anders verhalten als wir es in unserer eigenen Selbstpflege gewohnt sind. Das Ziel der Pflege bleibt die Orientierung an den Ma√üst√§ben, die der Bewohner selber an sich gelegt hat. 

 

Hauswirtschaftliches Konzept

Der hauswirtschaftliche Bereich hilft bei der Schaffung einer guten Atmosph√§re, die unseren Bewohnern hilft, ihren Alltag zu bew√§ltigen. Deshalb wird in unserer Einrichtung die anfallende Arbeit √ľberwiegend von eigenem Personal erledigt. Somit ist der pers√∂nliche Kontakt zwischen Bewohnern und Personal sehr vertraut. Die Grenzen zum Pflegepersonal verwischen sich. Hierdurch entsteht eine sehr famili√§re Verbindung. In dieser Atmosph√§re ist die Erfragung und Erf√ľllung von Vorstellungen und W√ľnschen leichter.

Er ist bei uns in folgende Bereiche gegliedert: Reinigung, Wäscherei und Hausmeister.

Reinigung: Hier sind zwei Mitarbeiterinnen zuständig. Eine Mitarbeiterin arbeitet morgens und die andere arbeitet nachmittags. Zu den anfallenden Arbeiten gehören alle Bereiche der Einrichtung.

Gereinigt wird nach einem speziell auf unser Haus ausgerichtetem Hygieneplan, der mit einem Mitarbeiter der Firma Lysoform ausgearbeitet wurde.  Hier sind auch die Reinigungs- und Desinfektionsmittel f√ľr die einzelnen Bereiche festgelegt. Ebenso die Zeitintervalle f√ľr die Reinigung der einzelnen Bereiche. Die verwendeten Mittel sind Konzentrate, die nach dem Hygieneplan mit Wasser stets frisch mit Dosierpumpen angerichtet werden. So ergibt sich auch eine geringere Belastung der Abw√§sser. Gereinigt wird mit einem speziellen Wagen. Dieser ist mit allen Arbeitsmitteln zur professionellen Reinigung, z.B. Gef√§√üe f√ľr Reinigungs- bzw. Desinfektionsmittel und f√ľr  klares Wasser, ausgestattet. Jeder Raum wird mit einem eigenen Mopp gereinigt.

Wäscherei: In der Wäscherei wird die anfallende Schmutzwäsche mit Ausnahme der Bettwäsche gewaschen. Auch hier gibt es einen eigenen Hygieneplan, der die einzelnen Schritte regelt.

Zun√§chst wird die in speziellen W√§sches√§cken gesammelte W√§sche im Schmutzw√§scheraum gewaschen. Hierbei wird nach Plan desinfizierendes Waschmittel f√ľr die W√§sche verwandt, die nicht gekocht werden kann.

Die fertig gewaschene saubere W√§sche wird √ľber einen Wanne in den neben dem Schmutzw√§scheraum gelegenen Trockenraum transportiert. Hier wird die W√§sche in unseren Trocknern getrocknet. Danach wird die W√§sche je nach Art im B√ľgelraum geb√ľgelt oder zusammengelegt. Beim Zusammenlegen der Handt√ľcher helfen uns gerne einzelne HeimbewohnerInnen. Dies sind ja T√§tigkeiten, die an eigene fr√ľhere Erfahrungen ankn√ľpfen und ein Gef√ľhl des ‚ÄěGebrauchtwerdens“ vermitteln. Zum B√ľgeln ist eine Mitarbeiterin dreimal in der Woche in der Einrichtung.

Hausmeister: Unser angestellter Hausmeister versorgt alle Bereiche rund ums Haus. Hier besonders unseren gro√üen Park mit unseren Tieren. Dies sind zwei Minischweine, zwei Hunde, eine Katze, V√∂gel und mehrere Hasen. Hier  versucht unser Hausmeister Heimbewohner, die Freude an Garten und Tieren haben, einzubeziehen. Ebenso fallen in den Bereich des Hausmeisters kleiner Reparaturen und Wartungsarbeiten. Ebenso k√ľmmert sich der Hausmeister um die M√ľllentsorgung.

Grundregeln des gemeinschaftlichen Zusammenlebens

Die Regeln f√ľr das gemeinschaftliche Zusammenleben von Bewohnern mit Demenz und auch den Pflegekr√§ften sind notwendigerweise andere als die zwischen gesunden, geistig intakten Menschen. Vieles, was den ‚Äěnormalen“ Menschen sonderbar vorkommt, ist f√ľr die dementen Bewohner selbstverst√§ndlich oder kein Problem, wor√ľber man sich aufregt. Wenn z.B. ein Bewohner dem anderen in den Schrank schaut, dann w√ľrden gesunde Menschen dies als eine Verletzung der Intimsph√§re empfinden (zu Recht), bei gerontopsychiatrisch erkrankten Bewohnern fallen aber diese Grenzen auf beiden Seiten weg.

Dennoch gibt es nat√ľrlich Grenzen, die in folgenden Bereichen liegen:

  • 1. Hygiene: Es ist selbstverst√§ndlich, dass ein Pflegeheim wie das hiesige die hygienischen Bestimmungen voll einh√§lt und darauf achten muss, dass diese Regeln beachtet werden, sowohl von den Bewohner als auch von den Pflegekr√§ften. Wenn die Bewohner etwa im Speiseraum diese Regeln nicht beachten, greift das Pflegepersonal ein.
  • 2. Zumutbarkeit f√ľr die Pflegekr√§fte: Trotz der oben erw√§hnten unterschiedlichen Regeln im Leben von dementen Bewohnern gibt es nat√ľrlich eine Grenze der Zumutbarkeit f√ľr das Personal. Dessen W√ľrde als Person muss genauso respektiert werden, wie die der Bewohner.
  • 3. Aggression gegen√ľber dem Personal: Eine Grenze der Zumutbarkeit ist dann erreicht, wenn die Bewohner sich aggressiv gegen√ľber den Pflegekr√§ften und anderen Mitarbeitern verhalten. Hier interveniert dann auch die Leitung des Hauses umgehend und mit Nachdruck.
  • 4. Sexualit√§t: Bei diesem Thema, das immer noch bei Senioren, und besonders bei dementen Bewohnern umstritten liegt, ist f√ľr uns eine Grenze darin gegeben, dass sich weder die Pflegekr√§fte noch die anderen Bewohner gest√∂rt f√ľhlen. Die Aus√ľbung der eigenen Sexualit√§t wird aber ausdr√ľcklich zugelassen.
  • 5. Konzept zur Sterbebegleitung - Lebensbegleitung
  • Sterben geh√∂rt untrennbar zum Leben!

Auch – und besonders – in diesem Lebensabschnitt begleiten wir unsere Bewohner.

Die Sterbebegleitung orientiert sich am Hospitzgedanken, das hei√üt wir nehmen die Bed√ľrfnisse, √Ąngste und Hoffnungen des Bewohners in dieser letzten Lebensphase wahr und ber√ľcksichtigen neben den k√∂rperlichen auch besonders psychosoziale und spirituelle Aspekte.

Dieser interdisziplinäre Ansatz äußert sich in schmerzlindernder Palliativmedizin und Palliativpflege.

Die Angehörigen werden als Betroffene in der gesamten Zeit der Trauer einbezogen und betreut. Außerdem wird auf Wunsch der zuständige Seelsorger oder vertrauter Beistand dazu gebeten.

Bei der Begleitung ist uns wichtig:

- F√ľr eine ruhige Geborgenheit zu sorgen.

  • - Gemeinsam mit dem Arzt schmerzlindernde Ma√ünahmen und eine angemessene, an den Bed√ľrfnissen des Bewohners angepasste Behandlung, unter Beachtung einer Patientenverf√ľgung durchzuf√ľhren.
  • - Die K√∂rperpflege der jeweiligen Situation anzupassen. Das Wohlbefinden (m√∂glichst angenehme Lagerung, h√§ufige Mundpflege usw.) steht ganz im Vordergrund.
  • - Bed√ľrfnisse und letzte W√ľnsche erkennen und zu erf√ľllen.
  • - Zeit zu nehmen f√ľr die psychosoziale Betreuung und Begleitung (wenn n√∂tig Sitzwache). Die Kommunikation (auch nonverbal) durch Gespr√§che oder Schweigen, Musik und Gebete aufrecht zu erhalten.
  • 4. Die Leistungen von Johanna am Park

Bewohnerstruktur

Im Hause befinden sich pflegebed√ľrftige √§ltere Menschen, die √ľberwiegend unter Hirnleistungsst√∂rungen verschiedener Ursachen leiden. Dies kann z.B. der M.Alzheimer, Apoplex oder sonstige erworbene Hirnsch√§digung sein.

Personal

Das Pflegeteam setzt sich zusammen aus Altenpfleger/innen, Krankenschwestern/ pflegern und Hilfskräften zusammen. Die Bestimmungen der Heimpersonalverordnung sind die Grundlage der Personalplanung.

Im Tagdienst und im Nachtdienst befinden sich mindestens je eine examinierte Fachkraft, sowie Pflegehilfskräfte und Auszubildende in der Altenpflege.

Der Dienst findet in drei Schichten statt. Fr√ľhdienst von 6.00 bis 13.45 Uhr. Danach Sp√§tdienst von 13.30 Uhr bis 21.15 Uhr. Der Nachtdienst beginnt dann um 21.00 Uhr bis 6.15 Uhr. In der Regel besteht das Team im Tagdienst aus vier bis f√ľnf  Pflegekr√§ften, im Nachtdienst arbeitet eine Fachkraft. Im Hintergrund ist f√ľr Notf√§lle immer eine ‚ÄěRufbereitschaft“ vorhanden.

Der Dienstplan geht √ľber vier Wochen und ist in der Regel ein Monate vor Beginn erstellt. Die Mitarbeiter/innen k√∂nnen ihre W√ľnsche √ľber einen ‚ÄěVorplan“ einbringen.

Die Urlaubsplanung wird prospektiv f√ľr das ganze Jahr vorgenommen.

Das Haus Johanna am Park ist ein Ausbildungsbetrieb. Es werden regelm√§√üig mehrere Sch√ľler in die praktische Ausbildung √ľbernommen. Die Einrichtung arbeitet mit allen Schulen der n√§heren Umgebung zusammen.

Auf Teamarbeit und Teamgeist wird sehr großen Wert gelegt. Neue Mitarbeiter werden durch Fachpersonal nach einer Checkliste aus unseren Pflege- und Versorgungsstandards eingearbeitet.

Ausbildung/Fortbildung

Fort- und Weiterbildungsma√ünahmen werden den Mitarbeitern angeboten. Die Teilnahme wird als Arbeitszeit gerechnet und ist daher verpflichtend. Die Angebote sind haupts√§chlich aus dem Bereich der Geronto-Psychiatrie. Das Pflegepersonal wurde in Zusammenarbeit mit dem DRK in  Erste-Hilfe-Ma√ünahmen bei m√∂glichen Notf√§llen im Heimalltag unterwiesen.

Organigramm

Heimleitung: Herr Busch, Krankenpfleger, Lehrer f√ľr Alten- und Krankenpflege, Studium der Verwaltungswirtschaft, Weiterbildung f√ľr Geronto-Psychiatrie.

Pflegedienstleitung: Frau Busch, Examen in der Altenpflege,  Weiterbildung f√ľr Geronto-Psychiatrie.

Das Haus Johanna am Park ist nicht in verschiedene Wohnbereiche eingeteilt. Insofern laufen bei der PDL alle pflegerischen Informationen und Kompetenzen zusammen.

Eine stellvertretende Heimleitung und Pflegedienstleitung ist benannt.

Da die Einrichtung ein Familienbetrieb ist, werden die meisten Aufgaben von der Heimleitung und PDL gemeinsam wahrgenommen und entschieden. Wobei der Schwerpunkt der PDL selbstverst√§ndlich die Pflege ist, der der Heimleitung die kaufm√§nnische F√ľhrung des Hauses, die haustechnischen Dienste, sowie den Einkauf und diverse andere organisatorische Arbeiten.

Tagesstruktur

Morgens:

√úbergabe durch den Nachtdienst.

Grundpflege, Behandlungspflege, aktivierende Pflege sowie die √ľblichen Pflegeverrichtungen.

Fr√ľhst√ľck. 6.15 Uhr bis 10.00 Uhr.

Falls notwendig, wird das Essen gereicht.

Medikamentenausgabe durch eine Fachkraft.  Eine Zwischenmahlzeit wird nach Bedarf zwischen 10.00 Uhr und 12.00 Uhr gereicht.

Ebenfalls am Vormittag findet KG statt, nach ärztlicher Verordnung.

Mittagessen: 12.00 Uhr bis ca. 14.00 Uhr. Auf Wunsch auch zu anderen Zeiten.

Das Essen wird von der Firma Hofmann-Men√ľ tiefgefroren angeliefert. In der Einrichtung wird es fertiggegart. Die Speisepl√§ne werden von einer Ern√§hrungsberaterin der Firma Hofmann nach unseren W√ľnschen zusammengestellt. Essensbegleitung und Essen reichen sind selbstverst√§ndlich. Medikamentenausgabe durch Fachpersonal.

Auf Wunsch nach dem Essen eine Mittagsruhe.  

√úbergabe des Personals: Weitergabe der Ereignisse des Vormittags und √Ąnderungen im Befinden der Bewohner an den Sp√§tdienst.

Nachmittag:

Nachmittagskaffee gibt es f√ľr alle unsere Bewohner von 15.00 Uhr bis 16.30 Uhr.

Am Nachmittag findet mehrmals (mindestens 3x) in der Woche ein Beschäftigungsprogramm durch unser Fachpersonal statt.

Ergotherapie findet nach ärztlicher Verordnung und nach Ausstellung eines Rezeptes durch den Hausarzt 1 x wöchentlich durch einen ortsansässigen Therapeuten statt.

Gottesdienste werden  alle 14 Tage durch Kirchengemeindemitglieder der evangelischen und der katholischen Kirche abgehalten.

Abendessen: ab 17.30 Uhr bis 21.00 Uhr. Falls erforderlich wird auch hier dem Heimbewohner Hilfestellung beim Essen angeboten.

Medikamentenausgabe durch Fachpersonal.

Die Bewohner werden nach Wunsch oder Bedarf zu Bett gebracht.

Auch hier werden individuelle Zeiten ber√ľcksichtigt.

Unsere Bewohner können nach Bedarf noch eine kleine Mahlzeit zu sich nehmen.

Im Aufenthaltsraum kann gerne noch TV gesehen werden. Die Zeit, wie lange bestimmt der Bewohner.

Nachtdienst

Ausgabe der angeordneten Nachtmedikation. Die Nachtwache gibt auch Getr√§nke nach  Bedarf an die Bewohner aus und ist bei der Einnahme behilflich.

Mehrere Kontrollg√§nge werden in der Nacht durchgef√ľhrt.

Inkontinenzversorgung ist selbstverständlich.

Eventuell umlagern der Bewohner.

Die Bewohner, die noch wach geblieben sind, zu Bett bringen.

√úbergabe des Befindens der Bewohner an den Fr√ľhdienst.

Die Dokumentation  erfolgt nach einem von uns ausgearbeiteten System. Zun√§chst wird die Hilfebed√ľrftigkeit des Bewohners festgestellt. Hieraus werden dann im Team  die n√∂tigen Hilfestellungen  und -Leistungen f√ľr den Bewohner zusammengestellt und auf einem Vordruck notiert. So kann jeder individuell die Hilfe bekommen, die er f√ľr sein t√§gliches Leben ben√∂tigt. In einem weiteren Schritt werden alle Leistungen unserer Mitarbeiter f√ľr die Bewohner notiert und dokumentiert. Auch werden die wichtigsten Ereignisse bez√ľglich des Befindens der Bewohner notiert und sind somit auch f√ľr diejenigen pr√§sent, die gerade keinen Dienst haben.

 

Preise

Pflegesätze:

Von den Pflegekassen ist unsere Einrichtung anerkannt und wir haben folgende Pflegesätze mit den Pflegekassen und den soz.Kostenträgern abgeschlossen. Sie setzen sich wie folgt zusammen:

 

In unseren Preisen sind alle notwendigen Leistungen, die  zur Versorgung nach der jeweiligen Pflegestufe(Rahmenvereinbarung mit den Pflegekassen) erforderlich sind, enthalten.

 

Integration der Einrichtung außerhalb

Kontakte zu örtlichen Vereinen bestehen. So wird zum Beispiel bei Festen u.ä. durch das Bringen von Kuchen an unsere Bewohner gedacht.

Der Kirchenchor singt des √Ėfteren f√ľr unsere Bewohner. Sowie die  Jungschar, die gerne ihr K√∂nnen auf verschiedenen Instrumenten unseren Bewohnern vorstellen.

Auch Kindergarten und Schule engagieren sich sehr f√ľr die Einrichtung. So singen  und musizieren zum Beispiel die Sch√ľler und Lehrer der Grund- und Hauptschule Eschelbronn zu allen Festen und auch zwischendurch f√ľr die Bewohner.

Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen

Jeder Bewohner hat freie Arztwahl. Der Ergotherapeut kommt bei Notwendigkeit, die der Arzt feststellt, regelm√§√üig ins Haus. Das gleiche gilt f√ľr professionelle Krankengymnastik. Ebenso kommen medizinische Fu√üpfleger, Friseur, H√∂rger√§teakustiker, √Ąrzte aus Fachdisziplinen usw. ins Haus.

Auch kommt regelmäßig ein Neurologe ins Haus.

 

Arbeit mit Angehörigen

Gute Zusammenarbeit und gegenseitiges Vertrauen ist f√ľr unsere Arbeit sehr wichtig.

Die Angeh√∂rigen werden durch Informationen √ľber z.B. Medikation sowohl durch den Arzt als auch durch die Heimleitung/Pflegedienstleitung informiert.

 

5. Die Qualitätspolitik und die Qualitätsziele der Einrichtung

Die Qualitätspolitik

Die Qualit√§tspolitik der Einrichtung bestimmt die Ausrichtung des Qualit√§tsmanagements unter Ber√ľcksichtigung des Leitbildes, des Konzeptes sowie der gesetzlichen Grundlagen.

Die Qualit√§tspolitik der Einrichtung ist leitend f√ľr die Festlegung der Ma√ünahmen zur internen und externen Qualit√§tssicherung.

Wesentliche Instrumente der Qualitätspolitik sind:

  • Die dauerhafte Verpflichtung der Eigent√ľmer und der Einrichtungsleitung zur Aufrechterhaltung und Verbesserung des Betreuungskonzeptes unter Ber√ľcksichtigung des Leitbildes der Einrichtung.
  • Die Einrichtung eines Qualit√§tslenkungskreises, der regelm√§√üig tagt und alle wichtigen qualit√§tsbezogenen Entscheidungen bespricht und f√ľr deren Umsetzung sorgt. In diesem Lenkungskreis sind neben Mitarbeitern der Einrichtung st√§ndige Mitglieder immer die Einrichtungsleitung, die Pflegedienstleitung und der Qualit√§tsbeauftragte.
  • Der Qualit√§tslenkungskreis ist f√ľr die Entwicklung und Umsetzung des Qualit√§tsmanagementsystems verantwortlich. Insbesondere entwickelt er neue Prozesse, bzw. tr√§gt durch die Weiterentwicklung vorhandener Prozesse zur kontinuierlichen Qualit√§tsverbesserung bei. Die Ergebnisse des Qualit√§tslenkungskreises werden kontinuierlich mit den MA r√ľckgekoppelt und abgestimmt. Die Leitung der Einrichtung legt in Zusammenarbeit mit dem Qualit√§tslenkungskreis die aktuellen Ziele zur Qualit√§tsentwicklung in der Einrichtung f√ľr jedes neue Gesch√§ftsjahr fest. Diese sind Bestandteil der Ziele der Einrichtung. Die Leitung der Einrichtung legt in Zusammenarbeit mit dem Qualit√§tslenkungskreis die einzelnen Ma√ünahmen zur Qualit√§tsentwicklung in der Einrichtung fest.
  • Die Einsetzung eines Qualit√§tsbeauftragten, der f√ľr die Umsetzung des Qualit√§tsmanagements in der Einrichtung verantwortlich ist. Dazu geh√∂rt
    • die Erstellung der Dokumente,
    • die Vorbereitung der Sitzungen des Lenkungskreises
    • die Vorbereitung interner und externer Qualit√§tspr√ľfungen
    • die Umsetzung qualit√§tssichernder Ma√ünahmen
  • die regelm√§√üige Durchf√ľhrung von Ma√ünahmen, die den Erfolg des Qualit√§tsmanagements evaluiert. Dazu geh√∂rt u.a.
    • Interne Audits
    • Regelm√§√üige Begutachtung der Pflegedokumentation
    • Pflegevisiten
    • Angeh√∂rigenabende
    • Einbeziehung der Mitarbeiter
  • Die Erstellung und die Arbeit mit einem eigenen Planungs- und Dokumentationssystem. Dadurch ist gew√§hrleistet, dass dieses System schnell und flexibel an notwendige Ver√§nderungen angepasst werden kann.